Was ist ein Adaptogen?

Was ist ein Adaptogen?

"Adaptogen" kommt von Adaptieren. Adaptieren bedeutet "Passen" im Sinne der Evolution: "Survival of the fittest". Es heißt nicht "survival of the strongest" also des Stärksten, sondern des am besten Angepassten.

Nun darf man unter Anpassung nicht das brave Sich-Einreihen in die Schafherde verstehen. Zu "fitten" also zu passen kann auch bedeuten, dass ich in Erscheinung trete und weithin sichtbar werde ("Ich bin das Licht der Welt"), wo ich es vorher für bequemer gehalten habe, mich zu verstecken.

Zur Passung bringen könnte ebenso bedeuten, dass ich die Umwelt an mich anpasse, dass ich mir das "Biotop" oder auch "Ideotop" schaffe, in welchem ich (wie eine besondere Pflanzenart) optimal gedeihen kann.

In jedem Fall bedeutet "fitten" eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Status Quo. Hin zu mehr Freiheit, mehr Spielmöglichkeit und mehr Lebensenergie.

Woher kommt also die Bezeichnung "adaptogen"? Warum wird ein Nährstoff, eine Substanz als "adaptogen" bezeichnet? Was echte Adaptogene auszeichnet, das ist vor allem eines: Sie mildern auf der körperlichen Ebene die Stressreaktion ab.

Was heißt das? Auch wenn wir uns bereits für Menschen halten, so müssen wir doch ehrlicherweise zugeben: "Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir" (Konrad Lorenz). Wir tragen beides in uns. Was wir von den Säugetieren und auch von den Höhlenmenschen geerbt haben, das ist die Stressreaktion.

Dummerweise (oder auch glücklicherweise) gibt es in unserem heutigen Alltag keine Säbelzahntiger mehr, für welche diese Reaktion "gefittet" hätte. Geraten wir heute in Stress, schüttet unser Körper Stresshormone aus und setzt eine Menge Energie frei, mit der wir früher hätten Angreifen oder Flüchten können (fight or flight response).

Nur - das geht heute nicht mehr so einfach. Statt den Stress abzubauen stehen wir zunehmend unter negativem Dauerstress, was den Körper auf lange Sicht vollkommen überfordert. Mit dem Resultat: chronischer Energiemangel.

Viele Zivilisationskrankheiten wurzeln in den Folgen von Distress. Was hier nicht gelingt, das ist die adäquate Reaktion, eine neue Verhaltensweise in einer neuen Art von Umwelt. Angreifen oder Flüchten bringt uns heute oft nicht mehr weiter. Wir leben nicht mehr in der Steinzeit sondern bald schon im Weltraum. Was können wir also tun um Stressresistenter zu werden? 

Neben Meditation, Achtsamkeit, Yoga und Sport können wir auch auf die Ressource Adaptogene zurückgreifen. Stoffe also, die genau dabei helfen: Weniger reaktiv zu sein wie ein Roboter und dafür unserem Menschsein, unserer Selbstbestimmung, unserer Spielfreude näher.  In diesem Sinne: Viel Spass im Sandkasten Erde!

 

 

 

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